Der Berg – die ideale Metapher für ein Ziel

Vermeidet man die abstrakten Ziele, wie z.B. die bessere Qualität, die gestiegene Produktivität und die Beschleunigung von Abläufen, steigt die Wahrscheinlichkeit von greifbaren Zielen. Das wirksame Ziel lebt von der SMARTen Umschreibung sowie von den Vorstellungen, die die Zielgruppe daraus ableitet:

  • Fehlerquote bei mechanischen Teilen von zehn pro Tausend auf drei pro Tausend senken;
  • 5%ige Reduzierung der Kosten pro 1000 € Umsatz;
  • Rückmeldung nach Kundenkontakt in weniger als 24 Stunden.

Zusätzlich hilft das gemeinsame Verständnis eines Ziels bei der Zielverfolgung. Der Berg ist hierbei die ideale Metapher für das Ziel.

Berg

Denken wir an einen hohen Berg, so können wir Eigenschaften und Merkmale, die wir dort finden, auf Ziele übertragen.

  • Zwischenziele
    Je höher der Berg, desto mehr Zwischenziele, d.h. Meilensteine, sind erforderlich, um das eigentliche Ziel zu erreichen. Edmund Hillary startete 1953 im Basislager, nutzte acht Lager auf dem Weg zum Gipfel auf 8848 m Höhe. Auch bei Großprojekten sind die Meilensteine wichtige Zwischenschritte auf dem Weg zum eigentlichen Ziel.
  • Etappen
    Bei Hillary variierten die Etappen entsprechend dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad. Die einzelnen Abschnitte sollten so geplant werden, dass sie mit normalen Kräften erreicht werden können. Zu große Etappen verschleißen die Beteiligten und gefährden das Ergebnis. Aktivitäten, die mehr als ein Jahr dauern, sind besonders herausfordernd, da sich zwischenzeitlich die Rahmenbedingungen meistens verändern.
  • Anstrengung
    Hillary überwand in sechs Wochen 3.500 Höhenmeter. Mit zunehmender Höhe kamen weitere Schwierigkeiten, wie immer weniger Sauerstoff, hinzu. Die erforderlichen Anstrengungen gingen über die normalen Reserven hinaus. Geduld und Ausdauer sind entsprechend auch bei geschäftlichen Zielen sicherzustellen. Weitreichende Ziele, die zu großen Veränderungen führen, brauchen besondere Kompetenzen, um den Anforderungen eines Megaprojekts gerecht zu werden.
  • Risiko
    Am Mount Everest begibt man sich in lebensfeindliche Gefilde. Aus diesem Grund bereiten sich die Bergsteiger darauf vor. Bei hehren Zielen, die große Auswirkungen auf viele Menschen haben, fehlt häufig dieses Bewusstsein der Gefahr. Derartige Projekte werden ähnlich blauäugig angegangen wie der Spaziergang durch deutsche Mittelgebirge. Die Projektverantwortlichen sollten deshalb stets besonderes Augenmerk auf die Risiken haben, die bei der Umsetzung von besonders langen Projekten auftreten können.
  • Gigantische Aussicht
    Es gibt keinen besseren Rundblick als vom höchsten Berg der Erde. Trotz des gefährlichen Umfelds sollte man sich die Zeit nehmen, den Ausblick zu genießen bzw. zu zelebrieren. Auch das Gelingen einer Aktivität sollte entsprechend genutzt werden. Sobald die Projektziele erreicht sind, braucht es entsprechende Feiern und Veröffentlichungen, die das Resultat festlich begehen und die Beteiligten mit Stolz auf das Erreichte erfüllen.
  • Konkreter Endpunkt
    Der Gipfel des Mt. Everest ist der höchste Punkt auf dem Berg. Sobald man diesen überschreitet, geht es wieder bergab. Interessanterweise wissen die Beteiligten eines Projekts selten, wann dieser Punkt erreicht bzw. überschritten ist. In der Folge tun sich Projekte schwer, ein Ende zu finden. Die möglichst genaue Smartifizierung ist die einzige Chance, das Ziel zu bemerken. Der geordnete Abschluss ist dabei genauso wichtig wie der Abstieg von einem Berg.
  • Nach der Gipfelerstürmung der nächste Berg
    Auch wenn Edmund Hillary den höchsten Berg bezwungen hatte, fand er weitere Ziele im Himalaja aber auch am Südpol, wo er als erst Dritter, nach Amundsen und Scott, ankam. Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Sobald ein Projekt abgeschlossen ist, egal wie groß oder klein es war, stellt sich unmittelbar die Frage nach der nächsten Herausforderung. Die Routine von vielen Projekten macht einen Projektleiter besser.

Fazit: Der Berg als Metapher bietet den Projektmitgliedern eine Fülle von Analogien, die bei der Bewältigung der Hindernisse helfen. Sicher fallen Ihnen noch viele weitere Beispiele ein. Und immer gilt: der höchste Berg ist auch nur ein Berg.

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