{"id":1038,"date":"2015-11-28T16:29:30","date_gmt":"2015-11-28T16:29:30","guid":{"rendered":"http:\/\/memecon.info\/?p=1038"},"modified":"2018-05-18T07:46:31","modified_gmt":"2018-05-18T07:46:31","slug":"zwischen-den-zeilen-steckt-zusaetzliche-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.memecon.info\/?p=1038","title":{"rendered":"Zwischen den Zeilen steckt zus\u00e4tzliche Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p>Nicht erst seit dem Internet hat sich der Hang zu immer k\u00fcrzeren Texten entwickelt. Blog-Eintr\u00e4ge liefern Fakten, Meinungen und Klatsch mit weniger als 1000 W\u00f6rtern. Im Extremfall packt ein Tweet Ausdr\u00fccke in 140 Zeichen. Damit wird es zusehends wichtiger sich bewusst zu machen, dass ein Text nur einen Teil der Bedeutung in sich tr\u00e4gt. Zwischen den Zeilen steckt zus\u00e4tzliche Bedeutung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/memecon.info\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Zwizei-d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1039\" src=\"http:\/\/memecon.info\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Zwizei-d.jpg\" alt=\"Zwizei d\" width=\"835\" height=\"641\" srcset=\"https:\/\/www.memecon.info\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Zwizei-d.jpg 835w, https:\/\/www.memecon.info\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Zwizei-d-300x230.jpg 300w, https:\/\/www.memecon.info\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Zwizei-d-624x479.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 835px) 100vw, 835px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Weg zu diesem zus\u00e4tzlichen Sinngehalt f\u00fchrt \u00fcber Fragen bez\u00fcglich der folgenden Aspekte.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Absichten<\/strong><br \/>\nJeder Text wird mit einer bestimmten Absicht geschrieben, die sich nicht unbedingt im Text offenbart. Beschreibt jemand Missst\u00e4nde, wie es beispielsweise die USA im Zuge der VW-Krise macht, so vermittelt der Text hehre Gr\u00fcnde, wie den Schutz der Umwelt oder der Konsumenten. K\u00f6nnte man hinter die Kulissen sehen, so w\u00fcrden vielleicht die wahren Absichten sichtbar &#8211; Beeinflussung des Automobilmarktes oder die Sch\u00e4digung der europ\u00e4ischen zugunsten der amerikanischen Wirtschaft.<br \/>\nDie Frage, die sich stellt, ist: Was sind die wahren Absichten des Autors?<\/li>\n<li><strong>Konzepte und Begriffe<br \/>\n<\/strong>Die W\u00f6rter, die in einem Text genutzt werden, entstammen der Gedankenwelt des Autors, die er durch Konzepte und Begrifflichkeiten gelernt hat. Zwar lassen sich im Deutschen schnell neue Begriffe schaffen, in dem man zwei Substantive zusammenstellt, wie z.B. Freude und Hunger zu Freudehunger. Aber das so entstandene Wort wird manchen verst\u00e4ndlich und anderen unverst\u00e4ndlich sein. Wird das Wort im Zusammenhang mit Psychologie genutzt, entsteht eine andere Assoziation, als wenn man es in einem Kochbuch findet. Am Ende kann man nicht wissen, was der Schreiber urspr\u00fcnglich gemeint hat.<br \/>\nDie entsprechenden Fragen lauten: In welchem Kontext werden die Worte genutzt? Was bedeuten die Worte?<\/li>\n<li><strong>Normen<\/strong><br \/>\nAlle Texte entstehen in einem kulturellen Zusammenhang mit bestimmten Normen. Schreibt ein US-Amerikaner einen Text, so steht dort stets das Individuum im Mittelpunkt &#8211; der amerikanische Traum stachelt zu besonderen Leistungen an. In asiatischen L\u00e4ndern entsteht der Text im Rahmen eines sozialen Beziehungsnetzes &#8211; der Ansporn ergibt sich aus der Verpflichtung gegen\u00fcber der Gemeinschaft.<br \/>\nDie passende Frage lautet: Welche Normen schieben die Bedeutung in welche Richtung?<\/li>\n<li><strong>Art und Weise des Textens<\/strong><br \/>\nDie Herstellung von Texten kann sehr unterschiedlich erfolgen. Handgeschriebene Texte im Elfenbeinturm haben einen anderen Charakter, als mit der Hand geschriebene Texte in einem Caf\u00e9, als mit der Schreibmaschine gestippte, als mit dem Computer erfasste oder mit dem Diktierger\u00e4t aufgenommene S\u00e4tze. Das Gleiche gilt \u00fcbrigens auch beim Textverst\u00e4ndnis &#8211; gelesen oder geh\u00f6rt. Entsprechend des Vorgehens haben Texte einen mehr oder weniger zu Ende gedachten Handlungsstrang sowie die entsprechende Konsistenz der Gedanken.<br \/>\nDie Fragen lauten: Wo und wie wurde der Text geschaffen?<\/li>\n<li><strong>Gef\u00fchle<\/strong><br \/>\n\u201eWovon man nicht reden kann, dar\u00fcber muss man schweigen.\u201c Mit diesem Satz hat Ludwig Wittgenstein seinen Tractatus Philosophicus beendet. Und hier findet sich auch die Grenze des Ausdrucks. Gef\u00fchle, die uns bewegen und f\u00fcr die uns die Worte fehlen, lassen sich entsprechend auch nicht mit Worten darstellen. Nichtsdestotrotz wirken sie auf den Fluss und die Schl\u00fcsse, die im Text niedergeschrieben oder weggelassen werden.<br \/>\nDie zugeh\u00f6rige Frage ist: In welcher Gem\u00fctsverfassung war der Autor?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Zusammenfassend bleibt, dass ein Text viel mehr ist als die Summe seiner Worte. Meistens wird es schwer sein, diese zus\u00e4tzlichen Hintergr\u00fcnde zu ermitteln. Vielleicht erschlie\u00dft sich zumindest ein Teil, indem man sich zus\u00e4tzliche Bedeutung zwischen den Zeilen vorstellt.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-left shariff-widget-align-left\"><ul class=\"shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium\"><li class=\"shariff-button xing shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#29888a\"><a href=\"https:\/\/www.xing.com\/spi\/shares\/new?url=https%3A%2F%2Fwww.memecon.info%2F%3Fp%3D1038\" title=\"Bei XING teilen\" aria-label=\"Bei XING teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#126567; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 25 32\"><path fill=\"#126567\" d=\"M10.7 11.9q-0.2 0.3-4.6 8.2-0.5 0.8-1.2 0.8h-4.3q-0.4 0-0.5-0.3t0-0.6l4.5-8q0 0 0 0l-2.9-5q-0.2-0.4 0-0.7 0.2-0.3 0.5-0.3h4.3q0.7 0 1.2 0.8zM25.1 0.4q0.2 0.3 0 0.7l-9.4 16.7 6 11q0.2 0.4 0 0.6-0.2 0.3-0.6 0.3h-4.3q-0.7 0-1.2-0.8l-6-11.1q0.3-0.6 9.5-16.8 0.4-0.8 1.2-0.8h4.3q0.4 0 0.5 0.3z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button linkedin shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#1488bf\"><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/sharing\/share-offsite\/?url=https%3A%2F%2Fwww.memecon.info%2F%3Fp%3D1038\" title=\"Bei LinkedIn teilen\" aria-label=\"Bei LinkedIn teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#0077b5; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 27 32\"><path fill=\"#0077b5\" d=\"M6.2 11.2v17.7h-5.9v-17.7h5.9zM6.6 5.7q0 1.3-0.9 2.2t-2.4 0.9h0q-1.5 0-2.4-0.9t-0.9-2.2 0.9-2.2 2.4-0.9 2.4 0.9 0.9 2.2zM27.4 18.7v10.1h-5.9v-9.5q0-1.9-0.7-2.9t-2.3-1.1q-1.1 0-1.9 0.6t-1.2 1.5q-0.2 0.5-0.2 1.4v9.9h-5.9q0-7.1 0-11.6t0-5.3l0-0.9h5.9v2.6h0q0.4-0.6 0.7-1t1-0.9 1.6-0.8 2-0.3q3 0 4.9 2t1.9 6z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.memecon.info%2F%3Fp%3D1038\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button flipboard shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#373737\"><a href=\"https:\/\/share.flipboard.com\/bookmarklet\/popout?v=2&title=Zwischen%20den%20Zeilen%20steckt%20zus%C3%A4tzliche%20Bedeutung&url=https%3A%2F%2Fwww.memecon.info%2F%3Fp%3D1038\" title=\"Bei Flipboard teilen\" aria-label=\"Bei Flipboard teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#f52828; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"24px\" height=\"24px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#f52828\" d=\"M0 0h8v24H0V0zm9 9h7v7H9V9zm0-9h15v8H9V0z\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fwww.memecon.info%2F%3Fp%3D1038&text=Zwischen%20den%20Zeilen%20steckt%20zus%C3%A4tzliche%20Bedeutung\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#000; color:#fff\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path fill=\"#000\" d=\"M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0\"\/><\/svg><\/span><\/a><\/li><\/ul><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht erst seit dem Internet hat sich der Hang zu immer k\u00fcrzeren Texten entwickelt. 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