Die Kultur auf andere zu zeigen

Der Zeigefinger wird am häufigsten unabhängig von den anderen genutzt. Eine unangenehme Funktion des Zeigens ist die Beschuldigung von anderen Personen. Dabei wird übersehen, dass beim Zeigen auf andere, drei Finger auf einen selbst zeigen.

Pointing

Fehlverhalten werden in allen Kulturen begangen. Der Unterschied, der den Unterschied macht, ist der Umgang mit Vorwürfen in der Öffentlichkeit. Andere zu beschuldigen ist eine kulturelle Eigenart, die im Westen angesiedelt ist. Das Konzept der Schuld ist hier verbunden mit der Idee, die Schuld durch eine Buße tilgen zu können. Im Gegensatz dazu folgt der Mittlere und Ferne Osten dem Konzept der Scham. Sie verfügt nicht über die Hintertür, das Fehlverhalten sühnen zu können. Der Gesichtsverlust ist irreparabel.

Die alltägliche Nutzung von öffentlicher Kritik und der Einsatz des Zeigefingers finden sich eher im Westen. Personen werden schnell mehr oder weniger formal bezichtigt, für etwas verantwortlich zu sein und verteidigen sich instinktiv.
Im Osten werden Anklagen selten in der Öffentlichkeit ausgetragen, um den Verantwortlichen die Gelegenheit zu geben sich öffentlich zu schämen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen.

Praktiker des Zeigefingers übersehen, dass das Zeigen mit dem Finger weitreichende Rückschlüsse auf sie selbst bieten.

  • Mit dem Heben des Zeigefingers zeigen Beschuldiger das Selbstverständnis in der Position zu sein andere zu beschuldigen. Solange die Rolle des Anklägers jedoch nicht formal zugewiesen ist, besteht keine Berechtigung andere zu kritisieren. Sie maßen sich diese Rolle an.
  • Das Erkennen des Fehlverhaltens setzt ein gutes Verständnis voraus. Dies liefert einem im Gegenzug die Grundlage für Spekulationen bezüglich des Kontexts der Ankläger. Am besten ist dieser Sachverhalt ausgedrückt mit dem Bibelspruch „Wer frei ist von Sünde, der werfe den ersten Stein“.
  • Mit jeder Beschuldigung ist eine Absicht verbunden. Diese reicht von einem grundsätzlichen Bedürfnis nach Recht, über Selbstgerechtigkeit, bis zu Interessen, die mit dem eigentlichen Fehlverhalten nichts zu tun haben. Die Gründe für eine Beschuldigung können sein: die Verbesserung der eigenen Wettbewerbsposition, auf sich aufmerksam machen zu wollen, die Begleichung einer alten Rechnung oder etwas anderes. Meistens bleibt die Absicht im Verborgenen. Sobald der eigentliche Zweck erkannt ist, liefert er zusätzliche Indizien zur Einschätzung der Situation.

Fazit: Der Zeigefinger ist ein gefährliches Vorgehen, da unabhängige Dritte Rückschlüsse auf die Persönlichkeit und Absichten der Beschuldiger ziehen können, die unerwünscht sind.

The culture of pointing the finger at others

The index finger is the most used independently of the other fingers. An embarrassing function of showing is the accusation of other persons. It is overlooked that when pointing to other ones, three fingers show back to oneself.

Pointing

Failures are committed in all cultures. The difference that makes the difference is the handling of charges in the public. To accuse other people is a cultural trait that is located in the West. The concept of guilt is here connected with the idea that guilt can be paid off with penance. In contrast, the Middle and the Far East follow the concept of shame. It has no back door that allows to atone for the failure. The face loss is irreparable.

The everyday use of public criticism and the use of the index finger is rather a characteristic of the west. People are quickly more or less formally accused to be responsible and defend themselves instinctively.
In the East, accusations are rarely discussed in public, in order to give the responsible persons the opportunity to be ashamed publicly and to draw the appropriate conclusions.

Practitioners of finger pointing overlook that pointing with the finger provides extensive conclusions about them.

  • Accusers show the self-understanding to be in the position to accuse other people with the lifting of the index finger. However, as long as the role of the prosecutor is not formally assigned, there is no authorization to actually criticizing other people. They usurp this role.
  • Recognizing the failure presupposes a good understanding of the failure. This gives in return the basis for speculations about the context of the prosecutor. This circumstance is best expressed with the Bible saying, „Who is without sin, casts the first stone “.
  • There is an intention connected with each accusation. This reaches from a fundamental desire for justice, to self-righteousness, to interests that do not have anything to do with the actual failure. So the reason of an accusation can be to improve the own competitive position, to call for attention, to settle old scores or something else. The intention mostly remains secret. As soon as the actual purpose is recognized, it provides additional indications for the assessment of the situation.

Bottom line: Finger pointing is a dangerous action, since independent third parties could draw conclusions about the personality and intentions of the accusers, which are not wanted.