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Genug ist vage ohne Maßstab

Das Geschäftsmodell sagt nicht was, wofür, wie, mit wem oder womit das Geschäft umgesetzt wird. Es weist daraufhin, dass man das Was, Wofür, Wie, Mit wem und das Womit inhaltlich beschreiben soll. Dies ist der Bezugspunkt, an dem man sich bei der Entwicklung eines neuen oder bei der Umgestaltung eines bestehenden Geschäfts orientieren kann.

Geschäftsmodell

Folgende Aspekte beschäftigen normalerweise jede Geschäftsleitung, jedes Projekt und jeden Mitarbeiter, wenn eine Unternehmung umgesetzt wird.

WAS muss, WIE ausführlich beschrieben werden?

Bei der Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten zeigt es sich immer wieder, dass die Liste der Aufgaben, die Anfangs- und Endtermine, die Abhängigkeiten sowie die Zuständigkeiten die Steuerung eines Vorhabens erheblich erleichtern. Für die Modellierung des Geschäfts entstehen derzeit strukturierte Ansätze, wie der Business Model Canvas und das memecon Geschäftsmodell.

Ist es nicht fahrlässig, wenn ein neues Geschäft nur auf Zahlen aufbaut, die in einer Tabellenkalkulation berechnet werden? Es wird vergessen die Produkte und Services, die zusätzlichen Möglichkeiten der Einnahmen, die gesamte Wertschöpfung, die erforderlichen Beziehungen und Mittel inhaltlich zu beschreiben. Ergänzend liefern die Wege, über die mit den Beteiligten der Kontakt gehalten wird sowie die Mechanismen der Koordination erste Ideen zur Steuerung des Vorhabens.

Das Geschäft ist ausreichend dargestellt, wenn zu allen Aspekten Aussagen gemacht sind. Der Grad der Detaillierung wird bestimmt durch die Zeit, die aufgewendet werden kann. Grundsätzlich sollten nach maximal einem Fünftel der geplanten Dauer alle relevanten Aspekte abgestimmt vorliegen und die Frage nach der Machbarkeit beantwortet sein. Die weiteren Einzelheiten werden in den nachfolgenden Schritten bestimmt.

Fazit: Die Entwicklung des Geschäftsmodells ist ein strukturierter Ansatz, der es erleichtert, die Elemente inhaltlich festzulegen. Die Erläuterungen sollten so ausführlich ausgearbeitet sein, dass entschieden werden kann, ob das Geschäft weiter verfolgt wird. In den späteren Schritten werden dann die einzelnen Aspekte weiter verfeinert.

Videos:

Das Geschäftsmodell in Kürze: http://ow.ly/wsI9C

Mögliche Anwendungsgebiete: http://ow.ly/wsIWV

Woran erkennt man ein wirklich transnationales Unternehmen?

Die transnationalen Unternehmen entwickeln, produzieren und vertreiben ihre Leistungen weltweit. Zu diesem Zweck brauchen sie ein Selbstverständnis, das unterschiedliche Denkweisen unter einem übernationalen Dach zusammenfasst. Sollte dieser multi-kulturelle Anspruch nicht stets sichtbar werden?

GlobalCorp Flags

Die folgenden Punkte liefern Indizien, inwieweit ein Unternehmen einem globalen Selbstverständnis gerecht wird.

  • Werbung
    Steht eine Marke oder ein Produkt im Mittelpunkt und werden nationale Bezüge in der Werbung vermieden, entwickelt sich mit der Zeit bei den Kunden ein glokales Image des Unternehmens.
  • Lokalisierung
    Sind die Produkte an lokale Gegebenheiten angepasst, wie beispielsweise an die Kundenkultur oder vorherrschende Marktbesonderheiten, fällt es den Kunden leichter sich mit dem Unternehmen zu identifizieren.
  • Länderflaggen
    Die Internationalität des Unternehmens wird durch die Beflaggung der Standorte mit den Flaggen aller Länder, die zum Konzern gehören, unterstrichen.
  • Mehrsprachige Beschilderung
    Die Schrift und die Sprache der Beschilderung innerhalb der Standorte sollte zumindest in der lokalen UND der englischen Sprache oder am besten in allen Sprachen des Konzerns erfolgen.
  • Internationalisierte Personalpolitik
    Die Stellenangebote sollten internationale Anforderungen beinhalten, wie beispielsweise Mobilität, Mehrsprachigkeit und Interesse an anderen Kulturen.
  • Internationaler Vorstand
    Der Vorstand eines transnationalen Unternehmens sollte sich aus verschiedenen Nationalitäten zusammensetzen.

Wirklich transnationale Konzerne praktizieren keinen Kulturimperialismus, wie beispielsweise Amerikanisierung, Eurozentrismus oder Chinaisierung. Sie haben eine globale Identität, die verschiedene kulturelle Stärken zu einem Vorteil für das Unternehmen vereinigt.